Fehlstellungen & Habits

Funktionell bedingte Zahnfehlstellungen und Habits

Zunge und Lippen üben von entgegengesetzter Seite einen Druck auf die Zähne aus. Ist der Druck der Zunge "von innen" stärker als derjenige der Lippen, werden die Zähne nach vorne/außen gedrückt. Die Folge davon ist ein offener Biss (s. oben). Dies ist oft bei Mundatmern der Fall, die die Zunge nach vorne drücken, damit die Atemwege erweitert werden. Ist der Druck der Lippen "von außen" stärker (hoher Lippentonus), werden die Zähne "nach innen" Richtung Zunge bewegt.


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  • Der ideale Lippentonus ▼▲

    Zunge und Lippen üben von entgegengesetzter Seite einen Druck auf die Zähne aus. Ist der Druck der Zunge „von innen“ stärker als derjenige der Lippen, werden die Zähne nach vorne/ aussen gedrückt, die Folge davon ist ein offener Biss. Dies ist oft bei Mundatmern der Fall, die die Zunge nach vorne drücken, damit die Atemwege erweitert werden. Ist der Druck der Lippen „von aussen“ stärker (hoher Lippentonus), werden die Zähne „nach innen“ Richtung Zunge bewegt.

     

    (Aus "orthodontic diagnosis" v. Th. Rakosi, I. Jonas, Th. M. Graber)

  • Falsches Schluckmuster ▼▲

    Beim normalen Schluckvorgang wird die Zunge gegen den Gaumen gepresst und die Zähne schließen sich. Liegt ein falsches Schluckmuster vor, presst sich die Zunge zwischen die Kiefer und verursacht so mit der Zeit einen offenen Biss. Dieses Muster ist beim Säugling normal, sollte aber spätestens beim Durchbruch der bleibenden Zähne abgewöhnt werden

    (Aus "orthodontic diagnosis" v. Th. Rakosi, I. Jonas, Th. M. Graber)

  • Vergrößerte Tonsillen (Mandeln) ▼▲

    Durch vergrößerte Tonsillen und enge Nasengänge wird die Zunge automatisch nach vorne gedrückt, damit besser geatmet werden kann. In diesem Falle sollte eine Abklärung beim Hals- Nasen- Ohrenarzt erfolgen.

    (Aus "orthodontic diagnosis" v. Th. Rakosi, I. Jonas, Th. M. Graber)

  • Funktionell bedingte Zahnfehlstellungen ▼▲

    Funktionell bedingte Zahnfehlstellungen und Myofunktionelle Störungen/ Dysfunktionen sollten auch mittels Logopädie angegangen werden, weil sehr häufig die KFO- Therapie alleine die Fehlfunktion nicht beseitigen kann. Ziel dieser spezifischen Therapien ist ein Umtrainieren der Zungenfunktion und -position, so dass Kinder mit falschem Schluckmuster die Zunge beim Schlucken nicht mehr zwischen die Zähne pressen.

     

  • Lutschgewohnheiten ▼▲

    Als Habits werden erworbene Gewohnheiten wie Schnuller (Nuggi)- oder Daumenlutschen bezeichnet. Diese Lutschgewohnheiten sind Bestandteil der natürlichen kindlichen Entwicklung, sollten aber spätestens nach Durchbruch der vorderen bleibenden Zähne unterbunden werden, weil sonst Verformungen der Kiefer- und Zahnbögen auftreten können.

    Durch Nuggi verursachter offener Biss bei einem 4-jährigen Kind (Milchgebiss)

    Während Schnuller/ Nuggi eher zum offenen Biss führen und leichter abzugewöhnen sind, verursachen Daumen-und Fingerlutschhabits durch das Vorschieben der oberen und Rückschieben der unteren Frontzähne Zahnfehlstellungen im Sinne einer Klasse II/1, die dann meist kieferorthopädisch korrigiert werden müssen. Diese Habits sind aus verständlichen Gründen schwerer abzugewöhnen.

     

     

    Durch Daumen-/ Fingerlutschen verursachte Vergrösserung der Frontzahnstufe. Ist der Abstand erst einmal vergrössert, wird durch automatische Einlagerung der Unterlippe eine Spontankorrektur praktisch unmöglich.

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